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Aktuelles aus der Stiftungsarbeit

Besi & Friends, veröffentlicht am 05.03.2023

B&F-Mitglied Sybille forscht an Huntington-Krankheit


Unser B&F-Mitglied Sybille, Professorin an der Uni Siegen, betreibt wichtige Forschungsarbeit an der Huntington-Krankheit, um eine Basis für zukünftige Behandlungsansätze zu schaffen. An der Krankheit sind derzeit etwa 10.000 Menschen in Deutschland erkrankt, in deren Krankheitsverlauf zunehmend Gehirnzellen absterben. Forschung ist teuer und Fördergelder knapp - daher möchten wir einen gemeinsamen Aufruf nach finanzieller Unterstützung starten.

Besi & Friends-Mitglied Sybille Krauß bittet um finanzielle Unterstützung bei der Forschung an der Huntington-Krankheit: 

Forschungsprojekt zur Huntington-Krankheit

Prof. Sybille Krauß von der Universität Siegen will mit ihren Doktorandinnen Sabrina Derksen und Annika Reisbitzer in diesem Projekt versuchen, neue Ansätze zur Behandlung der bislang unheilbaren und tödlich verlaufenden Huntington-Krankheit zu finden.

Die Huntington-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, in deren Verlauf zunehmend Gehirnzellen absterben. Die Ursache ist ein vererbbarer Gendefekt. In Deutschland sind derzeit etwa 10.000 Menschen erkrankt und jedes Jahr treten einige hundert neue Fälle auf. Der Verlauf beginnt oft mit psychischen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten. Dazu kommen motorische Störungen, welche sich meist durch unwillkürliche Bewegungen z.B. von Händen, Armen, Beinen oder des Gesichts bemerkbar machen. Mit fortschreitendem Verlust von Nervenzellen im Gehirn gehen auch geistige Fähigkeiten verloren.

Hintergrundinformationen zur Grundlagenforschung

Um lebensnotwendige Proteine herzustellen, wird vom Körper aus dem Erbgut, der DNA, die sogenannte mRNA gebildet. Diese enthält den Bauplan für das zu erzeugende Protein. Das mutierte Huntington-Gen, welches die Ursache der Erkrankung darstellt, produziert eine fehlerhafte mRNA, aus der schließlich ein fehlerhaftes Protein entsteht. Man geht davon aus, dass sowohl dieses Protein als auch die mutierte mRNA für die Gehirnzellen schädlich sind.

Aus Experimenten wissen wir, dass mutierte Huntingtin-mRNA anormal an andere Proteine bindet und diese so an ihrer normalen Funktion hindert. Um zu verstehen, wie hier gegengesteuert werden kann, müssen diese Proteine genauer erforscht werden. Denn je genauer wir die fehlerhaften Bindungen in ihren Zusammenhängen und Abläufen kennen, desto eher lassen sich mögliche Gegenmaßnahmen entwickeln.

Wozu dient die Förderung des Projekts und was geschieht mit den Geldern?

Die Förderung biomedizinischer Grundlagenforschung geht uns alle etwas an.

In der heutigen Zeit sind öffentliche Gelder, die für universitäre Forschung an sog. Seltenen Erkrankungen zur Verfügung stehen, sehr knapp. Umso wichtiger wird privates Engagement. Wir sind der Ansicht, dass Crowdfunding als Finanzierungsidee ein Weg für die interessierte Öffentlichkeit ist, Forschungsprojekte gezielt zu unterstützen.

Helft also bitte mit, Betroffenen und deren Familien ein wenig Hoffnung zu geben und einen Weg zu neuartigen Therapie-Ansätzen zu ebnen.

Das Geld wird ausschließlich zur Deckung der Projektkosten verwendet.

Viele weitere Details zum Forschungsprojekt und zur Mittelverwendung finden sich in der Startnext-Projektbeschreibung hier:

https://www.startnext.com/huntington

 

Bei weiteren Fragen zur Forschungsarbeit und zur Projektfinanzierung meldet euch gerne bei

Prof. Dr. Sybille Krauß
Universität Siegen
Institut für Biologie
Abt. Human- und Neurobiologie
Adolf-Reichwein-Str. 2
57076 Siegen
sybille.krauss@uni-siegen.de


Foto: Sybille Krauß



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